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DIE EVANGELISCH-AUGSBURGISCHE (LUTHERISCHE) SANKT TRINITATIS KIRCHE (1777-1781)

EINES DER ERSTEN KLASSIZISTISCHEN BAUWERKE IN EUROPA


Über zwei Jahrhunderte lang durften die Warschauer Protestanten kein eigenes Gotteshaus errichten. Laut einem Erlaß des masowischen Fürsten Janusz vom Jahre 1525 konnten nämlich in Masowien nur Katholiken ihre Konfession frei und öffentlich ausüben.

Erst 1767/1768 hat der außerordentliche Sejm (polnisches Parlament) entsprechende Gesetze verabschiedet, die allen Konfessionen gleiche Rechte erteilten. Sobald diese Beschlüsse in Krall getreten sind, hat sich der königliche Bankier – Piotr Tepper darum bemüht, in Warschau eine evangelisch-lutherische Kirche bauen zu dürfen.

Der König – Stanisław August Poniatowski – hat ihm sein Erlaubnis gegeben, wollte jedoch persönlich den Bauentwurf bestimmen. Von den drei ihm vorgelegten Entwürfen (von Dominik Merhni, Jan Chrystian Kamsetzer und Szymon Bogumił Zug) hat der König den letzten Architekten und dessen Bauriß ausgewählt.

Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten war Zug (1733-1807) zwar nicht mit dem Königshof verbunden, erfreute sich aber großer Popularität als Erbauer von zahlreichen Wohnhäusern und Schlössern. Der Bau der evangelisch-augsburgischen Kirche in Warschau erwies sich allerdings als sein größtes und bedeutendstes Werk, das bereits von seinen Zeitgenossen sehr hoch geschätzt wurde.

Das heute stehende Kirchengebäude unterscheidet sich nur in kleinen Details vom ursprünglichen Entwurf. Von Anfang an war die Kirche als ein Zentralbau, eine mit Kuppel gedeckte Rotunde geplant. Sie wurde nach dem Vorbild des römischen Pantheons, des antiken Tempels aller Götter errichtet.

Im Endergebnis befindet sich auf der Kuppel zusätzlich noch eine mit Kreuz verzierte Laterne, die von ionischen Säulen umgeben ist. Der Bau der Kirche dauerte vom 24. April 1777 bis zum 2. Juli 1779. Weitere zwei Jahre wurden den Arbeiten im Innenraum des Tempels gewidmet Solch ein rasches Arbeitstempo ermöglichten sowohl reichliche Spenden der Warschauer Protestanten, wie auch bedeutende finanzielle Unterstützung von der Seite melirerer evangelischer Gemeinden im Ausland. Feierliche Einweihung des neuen Gotteshauses fand am 30. Dezember 1781 statt.

Die evangelisch-augsburgische Kirche war im 18. Jahrhundert das höchste und gleichzeitig eines der größten Bauwerke Warschaus. Der Durchmesser der Rotunde beträgt 33,4 Meter, ihre Höhe 58 Meter. Die Kirche gilt somit als ein repräsentatives Beispiel der polnischen Baukunst der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und als eines der ersten klassizistischen Bauwerke in Europa.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man auch der Innenarchitektur der Kirche widmen. Der ganze Innenraum ist von typischen für evangelische Kirchen zweistöckigen Galerien eingefaßt, die im ersten Stock auf töskanischen, im zweiten auf ionischen Säulen ruhen. Gegenüber der Kirchentür befindet sich der Altar. Urspünglich war über dem Altar die Kanzel angebracht und noch höher - die Orgel. 1784 hängte man in der Kirche ein Gemälde von Bogumił Schiffher, auf dem Christi auf dem Ölberg dargestellt wurde.

<p>Im 19. und 20. Jahrhundert hat die Evangelisch-Augsbugische Gemeinde in Warschau eine lebhafte kulturelle und karitative Tätigkeit entwickelt. Älter sogar als die Gemeinde war das evangelische Krankenhaus, das allen Einwohnern Warschaus, abgesehen von ihrer Konfession, ärztliche Hilfe geleistet hat. Darüber hinaus führte die Gemeinde bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges noch ein Alters- und Waisenheim, einen Kindergarten, eine Nähwerkstatt, eine Burse für Jungen, eine Anstalt für Fallsüchtige und eine Pension „Tabita” für Rekonvaleszenten. In der Nähe des Gotteshauses wurden auch Gemeindeschulen gegründet (Mikołaj-Rej-Gymnasium für Jungen, Anna-Wazówna-Gymnasium für Mädchen und Grundschulen).

Die Kirche spielte auch immer eine wichtige Rolle im kulturellen Leben Warschau. Hier gab im 19. Jahrhundert seine Konzerte und sang im Kirchenchor Fryderyk Chopin, hier dirigierte oft während der Konzerte Stanisław Moniuszko – ein berühmter, polnischer Komponist. Unter den Angehörigen dieser Gemeinde gab es viele bekannte Persönlichkeiten, wie etwa Samuel Bogumił Linde, den Verfasser eines Wörterbuches der polnischen Sprache oder den Maler Wojciech Gerson.

Dann kam der zweite Weltkrieg, der sowohl die Kirche selbst (nach einem Bombenangriff am 16. September 1939), wie auch alle Gemeindeschulen und Diakonieanstalten völlig zestört hat. Nur das Krankenhaus existierte noch bis zum Jahre 1943 und wurde dann, während der Liquidation des Warschauer Ghettos auch zerstört. Im Krieg wurde der Bischof der Evangelish-Augs-burgischen Kirche in Polen und ehemaliger Pfarrer der Warschauer Gemeinde, Dr. Juliusz Bursche, von den Nazis ermordet.

Sobalt die Nazis Warschau verlassen haben, begannen die Lutheraner ihr Gotteshaus wiederaufzubauen. Im ausgebrannten Gebäude waren unter freiem Himmel die ersten Gottesdienste abgehalten.

Der Staat übernahm im Jahre 1952 den Wiederaufbau der Kirche mit dem Vorhaben, sie später für weltliche Zwecke zu bestimmen. Im Oktober 1956 wurde die Kirche allerdings ihrem eigentlichen Besitzer, der Evangelisch-Augsburgischen Sankt Trinitatis Gemeinde zurückgegeben. Am 22. Juni 1958 fand die feierliche Einweihung der wiederaufgebauten Kirche am Małachowski Platz statt.

Von außen sah sie genau so aus, wie es Szymon Bogumił Zug vorgeschlagen hat. Etwas verändert wurde nur der Innenraum der Kirche. Den neuen Altar, nach dem Entwurf von Teodor Bursze, stellte man auf einem mit feinen Marmorplatten ausgelegten Podium auf. Auf der Altarplatte steht ein hölzernes Kruzifix, dessen Hintergrund eine mit liturgischen Symbolen  verzierte Stückarbeit bildet. Oben, dort wo früher die Kanzel war, hängt jetzt ein Altarbild aus der Hälfte des 19. Jahrhunderts, das die Auferstehung Christi darstellt. Die Orgel, die sich ursprünglich auch über dem Altar befand, wurde über dem Eingang angebracht. Die Glasmalereien beiderseits des Altars sind eine Gabe von Michalina Wedel.

In der Kirche hängt auch ein Bild von Stefan Norblin. Das Gemälde zeigt Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1521. Die Evangelisch-Augsburgische Kirche, die ja so bekannt für ihre karitative Tätigkeit war, hat jetzt nur noch das Altenheim „Tabita”. Alle anderen Anstalten wurden entweder nicht mehr nach dem Krieg wiederaufgebaut, oder sind von dem Staat übernommen worden.

Viele Veränderungen sind in der Nähe der Kirche eingetreten, die leider dazu beigetragen haben, daß diese Umgebung ihren alten, harmonischen Charakter unwiderruflich verloren hat.


: : Faltblatt zum Herunterladen (.pdf)

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